Stromerzeugung

Die Biogasanlage der Agrargenossenschaft Großdalzig e.G.

Mit dem Bau unserer Schweinezuchtanlage wurde auch eine betriebseigene Biogasanlage errichtet, die die Nebenprodukte der Stallungen sowie Maissilage effizient in Strom umwandelt. Durch die Fermentierung der anfallenden organischen Stoffe kann Biogas erzeugt werden, das im direkt angeschlossenen Blockheizkraftwerk in Strom umgewandelt und sofort ist Stromnetz eingespeist werden kann. Aus den vergorenen Pflanzenresten wird wertvoller Dünger für unsere Pflanzenproduktion gewonnen. Die anfallende Prozesswärme wird anteilig zur Beheizung des Schweinestalls genutzt. Insgesamt ist es uns damit möglich einen gleichermaßen effizienten als auch umweltgerechten Kreislauf aufrecht zu erhalten.

Information der Öffentlichkeit nach §8a der Sörfall-Verordnung – 12. BImSchV:

 

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Wie funktioniert eine Biogasanlage?

Kurz erklärt: Grundlage für die Erzeugung von Biogas bilden verschiedene (Abfall)Produkte, unter anderem Gülle, Maissilage und Stallmist. Die Stoffe werden unter Ausschluss von Sauerstoff in vier Phasen zersetzt. Vorhandene Bakterien bilden daraus zu einem Anteil von ca. zwei Dritteln Methan. Davon ab erzeugen Sie Kohlendioxid, Stickstoff sowie Sauerstoff und einen geringen Prozentsatz anderer Gase. Mit dem steigenden Methananteil wächst auch der Energiehaushalt des Biogases. Nach der Zersetzung wird das Biogas über einen Speicher zu einem Blockheizkraftwerk befördert, wo mittels Motor und Generator Strom und Wärme erzeugt wird.

Infografik Biogas

Die vier Phasen

Während der Hydrolyse, der ersten Phase der Biogaserzeugung, findet eine Verflüssigung der einzelnen Bestandteile statt. Langkettige Verbindungen der organischen Stoffe, wie zum Beispiel Fette oder Proteine, werden durch Exoenzyme (Absonderungen von Bakterien) gespalten und in simplere Verbindungen organischer Natur zerlegt, wie beispielsweise Zucker.

Im zweiten Schritt, der Acidogenese, wandeln säurebildende Bakterien die Stoffe der Hydrolyse in organische Säuren um. Hier entstehen auch Wasserstoff, Kohlendioxid und Acetat, entscheidende Stoffe für die Bildung von Methan.

Anschließend folgt die Acetogenese, auch Essigsäurephase genannt. Die Säuren und Alkohole werden von Bakterien in Essigsäure, Wasserstoff und Kohlenstoffdioxid umgewandelt.

Im letzten Schritt, der Methanogenese, wird aus den eben entstandenen Produkten Methan, Kohlenstoffdioxid und Wasser. Bewirkt wird das durch methanogene Mikroorganismen, auch Archaea genannt.

Wir nutzen die natürlichen Abfallstoffe unserer Produktion zur Erzeugung von Biogas zu Strom in einer dafür errichteten Anlage.

Photovoltaik

Aufgrund unserer vielen Stallungen und Lagerhallen ist es uns möglich, Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung an Orten zu betreiben, die keinen zusätzlichen Platzbedarf generieren. Die erzeugte Elektroenergie aus aktuell etwa 800 KW installierter Leistung wird teilweise selbst verbraucht beziehungsweise ins regionale Stromnetz eingespeist.

Für Rückfragen, Anregungen oder Beratungen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Tim Poppe
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